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Nützlinge unter Glas

Aphidius colemani

Schlupfwepse

Aphidius - Angriff auf Laus (© Schrameyer)
Aphidius colemani (© Schrameyer)
Puppe von Aphidius colemani (© Schrameyer)

Das Wirtsspektrum von Aphidius colemani umfasst zahlreiche Blattlausarten.

Ein sehr guter Bekämfungserfolg wird erzielt bei:

  • der Grünen Gurkenblattlaus (Aphis gossypii) sowie
  • der Grünen Pfirsichblattlaus (Myzus persicae).

Da auch versteckt sitzende Blattläuse hervorragend aufspürt werden, ist dieser Nützling für einen frühen vorbeugenden Einsatz und beim Auftreten einzelner Blattläuse bestens geeignet.

Die adulte Aphidius colemani ist mit 2-3 mm etwa halb so groß wie A. ervi. Kopf und Thorax sind schwarz und der Hinterleib braun gefärbt. In ihrem einwöchigen Leben kann ein Weibchen mehr als 200 Blattläuse parasitieren, die mit je einem Ei belegt werden. Nach 1-2 Tagen schlüpft die Larve, ernährt sich vom Innern der Blattlaus und durchläuft mehrere Larvenstadien, bevor sie sich nach etwa 10 Tagen in der ausgefressenen Blattlaushülle verpuppt. Diese mumifizierten Blattläuse sind leicht an ihrer aufgeblasenen, kugeligen Gestalt und ihrer gold-bronzefarbenen Färbung zu erkennen. Nach weiteren 5 Tagen schlüpft die adulte Schlupfwespe durch ein kreisrundes Loch und beginnt sofort wieder mit der Parasitierung neuer Blattläuse. Aphidius colemani hat geringe Ansprüche an Temperatur (>15°C) und Luftfeuchte wie auch A. ervi. Im Gegensatz zur Räuberischen Gallmücke (Aphidoletes aphidimyza) sind beide Schlupfwespen in ihrer Entwicklung von der Tageslänge unabhängig. Zur erfolgreicheren Bekämpfung sollten beide Aphidius-Arten zusammen eingesetzt werden.

Aphidius colemani eignet sich zur Bekämpfung von: