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Nützlinge unter Glas

Episyrphus balteatus

Schwebfliege

Episyrphus Adult (© Sautter)
Episyrphus Puppe
Episyrphus Larve

 

Die Larven der Schwebfliege werden vorwiegend zur Bekämpfung von Blattläusen eingesetzt. Sie saugen auch Spinnmilben, Blutläuse, kleine Raupen u.a. Kleininsekten aus. Allerdings sollten die Nützlingslarven nicht in behaarten Kulturen (z.B. Gurken, Bohnen, Tomaten) eingesetzt werden. Die erwachsenen Schwebfliegen leben ausschließlich von Blütennektar, Pollen oder Honigtau und sind zur Bestäubung in Zuchtgärten (Erdbeeren, Compositen) geeignet.

Die Adulten sind ca. 10 mm groß, haben eine bienen- oder wespenähnliche Zeichnung, aber keine "Wespentaille". Sie sind wahre Flugakrobaten und können ähnlich wie Hubschrauber in der Luft schweben, um dann blitzschnell wieder wegzufliegen. Die Weibchen legen 500 bis 1.000 ihrer weißlichen, 1 mm langen, spindelförmigen Eier gezielt in Blattlauskolonien ab. Wenige Tage später schlüpfen daraus die gelblich-grünen, durchscheinenden, tropfenförmigen Larven, die drei Stadien durchlaufen. Mit dem sich verjüngenden Vorderteil schlägt die bis zu 11 mm lange, blinde und dämmerungsaktive Larve zu allen Seiten aus, um Beute aufzuspüren. Diese wird dann mit Speichel festgehalten und nach Einschlagen der Mundhaken ausgesaugt. In der 1-2 wöchigen Larvalzeit vertilgt eine Larve 800-1.000 Blattläuse (geeignet zur Herdbekämpfung).

Der Nützling ist bereits ab 15°C aktiv (erster Blattlausgegenspieler im Frühjahr), optimal sind 18-30°C und >60% Luftfeuchte.

Episyphus balteatus eignet sich zur Bekämpfung von