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Nützlinge unter Glas

Macrolophus pygmaeus

Raubwanze

Macrolophus pygmaeus wird zur Bekämpfung der Gemeinen Gewächshaus-Weißen Fliege (Trialeurodes vaporariorum) und der Baumwoll-Weißen Fliege (Bemisia spec.), besonders an Nachtschattengewächsen wie z.B. Tomaten, eingesetzt. Die Raubwanze ernährt sich auch von Blattläusen, Spinnmilben, Thripsen und Minierfliegen. Die adulten Raubwanzen sind 3-4 mm groß, grün gefärbt und haben rote Augen. Die Nützlinge bevorzugen die Eier und Larven der Schädlinge. Wegen der langen Entwicklungsdauer von M. pygmaeus ist ein frühzeitiger Einsatz für den Aufbau der Raubwanzen-Population unbedingt notwendig. Falls noch keine Schädlinge beim Einsetzen vorhanden sind, sollte mit Ephestia- oder Sitotroga- Eiern alle 14 Tage zugefüttert werden.

Vorsicht beim Einsatz in Zierpflanzen, da M. pygmaeus auch Pflanzensauger ist und Verschmutzung durch Kotablagerungen entstehen können. Besonders bei Kirschtomaten kann es durch mangelnden Fruchtansatz zu Schäden durch Macrolophus pygmaeus kommen.

Die Raubwanze ist nur im Langtag (>12 Stunden Licht pro Tag) aktiv. Der Nützlingseinsatz ist daher ab Anfang März bis ca. Oktober möglich. Bei der Ausbringung ist zu beachten, dass immer 50-60 Nützlinge pro Ausbringungsstelle freigelassen werden. M. pygmaeus ist empfindlich gegenüber chemischen Pflanzenschutzmitteln(!) und langem Transport. Zur erfolgreicheren Bekämpfung der Weißen Fliege sollte die Raubwanze in Kombination mit Encarsia formosa eingesetzt werden.

Macrolophus pygmaeus eignet sich zur Bekämpfung von: