Nützlinge im Freiland

Chrysoperla carnea

Florfliege

adulte Florfliege Chrysoperla carnea (© Shutterstock)
Eier von Chrysoperla - diese sind zunächst neongrün und färben sich dann nach oliv (© Sautter & Stepper)
Chrysoperla Larve an Wanzeneiern (© Schrameyer)
frisch geschlüpfte Florfliegenlarve geht auf Beutejagd (© Kottmann)
Entwicklungszyklus (© S&S)
Florfliegenlarven kommen aus Pappwabe (© Daniel Boom)

Eine eigene Entwicklung von Sautter & Stepper ist die MC (Multizellenverband) 500. Hierbei handelt es sich um eine Pappwabe, deren Zellen mit je einer Florfliegenlarve besetzt sind. Diese "Einzelzimmer" sind notwendig, damit sich die räuberischen Larven nicht schon während des Transportes gegenseitig auffressen.

Zudem ist jede Zelle mit einem Futtervorrat bestückt. Der Zellverband ist mit einer feinen Gaze abgeklebt, der bei der Freilassung Stück für Stück abgezogen wird. Die Florfliegenlarven brauchen dann nur noch über dem Pflanzenbestand ausgeklopft werden. Bei Einzelpflanzen hat sich das Ausklopfen auf ein Küchkrepp bewährt, das dann vorsichtig auf die Pflanzen gelegt wird.

Die Nützlinge erreichen den Einsatzort im gefräßigen L2-Stadium. Da sie aber dämmerungsaktiv sind, kann man sie tagsüber nur schwer finden. Je nach Temperatur und Nahrungsangebot dauert die Entwicklung bis zur Verpuppung ca. 2-3 Wochen. Nach weiteren zwei Wochen schlüpft dann eine erwachsene Florfliege. Diese ernährt sich jedoch lediglich von Honigtau und fliegt meist aus dem Gewächshaus/Wintergarten ins Freie, so dass bei einem erneuten Befall der Einsatz wiederholt werden muss.

Die Larven der Florfliegen haben ein sehr großes Beutespektrum. Dazu gehören:

  • Blattläuse
  • Thrips
  • Spinnmilben
  • Raupen
  • Woll-/ Schmierläuse

Die Ansprüche der Florfliegen sind verglichen mit anderen Nützlingen relativ bescheiden. Sie arbeiten bereits ab 12°C, und auch trockene Luft schränkt ihre Aktivität kaum ein.

Sound der Florfliege

Anwendungsvideo

Chrysoperla carnea eignet sich zur Bekämpfung von: