Nützlinge im Freiland

Hypoaspis miles, Hypoaspis aculeifer

Raubmilbe

Raubmilbe Hypoaspis miles
Raubmilbe Hypoaspis miles (© Daniel Boom)
Raubmilbe Hypoaspis saugt Larve der Trauermücke aus (© Schrameyer)

Raubmilben der Arten Hypoaspis miles und Hypoaspis aculeifer sind bodenlebende Räuber mit einem sehr breiten Beutespektrum. Dazu gehören neben Trauermücken- und Sumpffliegenlarven auch Thripspuppen und Springschwänze.

Hypoaspis aculeifer greift zudem auch die in den Schuppen von Blumenzwiebeln vorkommende Weichhautmilbe Rizoglyphus robini an. Bei 25°C dauert die Entwicklung vom Ei bis zum geschlechtsreifen Tier etwa 12 Tage, wobei alle aktiven Stadien räuberisch sind. Abhängig von der Bodenstruktur und -feuchtigkeit halten sich die Nützlinge bevorzugt in der oberen Bodenschicht auf. Eine Raubmilbe legt täglich bis zu 3 Eier.

Eier und Nymphen sind weiß, ausgewachsene Raubmilben hingegen sind braun bis zu 1mm groß und somit deutlich größer als die verschiedenen Amblyseius-Arten.

Bei mangelnder Beute kann Hypoaspis mehrere Wochen hungern, deshalb ist ein vorbeugender Einsatz empfehlenswert. Im Gegensatz zu Nematoden, die eine sofortige, aber kürzere Wirkungsdauer haben, wirkt Hypoaspis etwas langsamer, dafür aber über mehrere Monate hinweg. Hypoaspis werden in einem Torf-Vermiculite-Gemisch geliefert, das vor der Pflanzung bzw. über die bestehenden Kulturen gestreut wird. Auch ein Ausstreuen unter den Tisch ist möglich, da dort oftmals Infektionsquellen von Trauermücken und Sumpffliegen liegen. Ein Untermischen der Raubmilben in das Substrat ist nicht empfehlenswert. Für den prophylaktischen Einsatz sind 100 Tiere/m² ausreichend. Bei einem bestehenden Befall sollten ca. 250 Tiere/m² freigelassen werden.

Hypoaspis-Raubmilben eignen sich zur Bekämpfung von: