Nützlinge im Freiland

Kohlmottenschildlaus/ Kohl-Weiße-Fliege

Aleyrodes proletella

Die Kohlmottenschildlaus Aleyrodes proletella ist eine vorrangig im Freiland und vor allem an Kohlgewächsen (insbesondere Rosenkohl, Wirsing, Grünkohl, Raps) auftretende Art der Weißen Fliegen.

Die adulten Tiere sind, wie andere Weiße Fliege-Arten auch, mit weißem Staub bepudert. Anders als die im Gewächshaus auftretenden Arten (Trialeurodes vaporariorum und Bemisia tabaci) ist Aleyrodes proletella mit ca. 2mm Länge relativ groß. Als Unterscheidungsmerkmal dienen vor allem auch die breiten Flügel, die dunkle Flecken aufweisen.

Die Tiere sowie deren Eier und Larven befinden sich auf der Blattunterseite, wo sie Phloemsaft saugen. Überschüssige Zucker werden als Honigtau wieder ausgeschieden, was zu einem klebrigen Belag führt, auf dem sich wiederum schwarze Rußtaupilze ansiedeln. Bei starkem Befall führt die Saugtätigkeit außerdem zu Verkrüppelungen und Wuchsdepressionen.

Die Weibchen überwintern an Kohlpflanzen (v.a. Winterkohl, Winterraps, aber auch an Wildkräutern wie Schöllkraut), so dass die Tiere schon recht früh im Jahr fliegen. Die Eiablage beginnt bereits bei Temperaturen ab 10°C, wobei die Eier in Kreisen angeordnet werden. Während des Sommers nimmt der Befall durch Massenvermehrung der Tiere stark zu, worauf im späteren Jahresverlauf Männchen, Larven und Eier bei kühlen Temperaturen wieder absterben.

Die Bekämpfung der Tiere mit chemischen Mitteln gestaltet sich schwierig, da die Tiere an der Blattunterseite leben und zusätzlich durch ihre Wachsausscheidungen geschützt sind. Im Gegensatz zu Trialeurodes und Bemisia wird die Kohlmottenschildlaus nicht von Encarsia formosa parasitiert! Oftmals tritt jedoch die heimische Schlupfwespe Encarsia tricolor oder (bei starkem Befall) auch der Marienkäfer Clithostethus arcuatus von selber auf.

Nützlinge zum Einsatz gegen die Kohlmottenschildlaus: